Am Spitzenbrett konnte FM Rudolf Bräuning eine schwierige Stellung gegen den Führenden trotz Minusbauern und deutlich schlechterer Restbedenkzeit Unentschieden halten, so dass GM Alexander Naumann mit einem Sieg den Rückstand auf einen halben Punkt reduzieren konnte. Damit wird der Meistertitel zwischen drei Spielern im Fernduell entschieden. Für Sachsen-Anhalt verlief diese Runde suboptimal. Mit WGM Tatjana Melamed konnte (mit Ausnahme eines direkten Duells) nur die Bestplatzierte des Gastgebers voll punkten. Mit hervorragenden 5,5 Punkten liegt sie derzeit auf Platz vier mit intakten Chancen auf eine Podiumsplatzierung.

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Die Morgenrunde brachte wieder einen Wechsel an der Spitze. GM Alexander Naumann konnte sich gegen den Führenden FM Rudolf Bräuning durchsetzen. Da auch der Setzlistenzweite IM Hagen Poetsch sein Duell gegen FM Johannes Carow gewann, kommt es nun in Runde 7 zum Duell der Topgesetzten. Mit einem schönen Damenopfer hat sich WGM Tatjana Melamed der Verfolgergruppe angeschlossen und liegt als beste Dame derzeit auf Platz 6, während des für die beiden anderen Frauen in den letzten beiden Runden nicht so gut lief.

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Auch in der fünften Runde gab es harten Kampf mit wenigen Sekunden auf der Uhr an vielen Brettern. Viel zu sehen hatten die Kiebitze u. a. am Spitzenbrett, wo nach wechselhaftem Verlauf mit etlichen Opfern Remis im Damenendspiel vereinbart wurde. Profitiert hat davon FM Rudolf Bräuning, der mit einem Sieg an Brett zwei nun den Platz an der Sonne einnimmt. Einen halben Punkt Rückstand weisen die beiden Setzlistenersten, GM Alexander Naumann und IM Hagen Poetsch und FM Johannes Carow auf. Die beste Dame ist derzeit WGM Tatjana Melamed mit drei Punkten. In der Sonderwertung führt mit Adrian Gschnitzer einer der jüngsten Teilnehmer. Nach der fünften Runde ist nun auch kein Spieler mehr punktelos. Um 20 Uhr wartet das gemeinsame Abendessen im Maritim Hotel auf die Teilnehmer.

Morgen stehen noch vier Runden auf dem Programm. Die sechste Runde startet 09.30 Uhr.

Die dritte Runde brachte die ersten Kurzremisen zwischen den beiden sächsischen Vereinskollegen Ralf Schnabel und IM Gunter Spieß und an Brett 2 zwischen der Überraschung der ersten beiden Runden Adrian Gschnitzer und IM Michael Kopylov. Da auch Brett drei unentschieden endete, liegt nach drei Runden GM Alexander Naumann als einziger Spieler mit 100% vorn. Sachsen-Anhalts Landesmeister Felix Schulte konnte seinen ersten Punkt einsammeln. Insgesamt wurde die Setzliste in den ersten drei Runden schon etwas durcheinander gewirbelt. So findet sich die Nummer 12 an Tisch 13 wider, während Nummer 21 am dritten Brett spielt. Dies verspricht Spannung beim Kampf um den Sonderpreis der besten Setzlistenverbesserung.

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Andreas Domaske, Präsident des gastgebenden Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V., begrüßte pünktlich 14 Uhr die 32 Teilnehmer der 43. Deutschen Meisterschaft im Schnellschach, den Hauptschiedsrichter Bundesturnierdirektor Ralph Alt und den Ehrengast Staatssekretärin Dr. Zieschang, welche anschließend ein Grußwort an die Teilnehmer richtete. Nach einer kurzen Erläuterung der relevanten Turnierregeln durch den Bundesturnierdirektor, eröffnete Frau Dr. Zieschang mit dem ersten Zug am Spitzenbrett die Meisterschaft. Dort saßen sich mich dem aus Wolfen (Sachsen-Anhalt) stammenden GM Alexander Naumann und der Trainerin des Jahres 2016, WGM Tatjana Melamed zwei Titelträger gegenüber. In dieser ersten Runde gab es nicht weniger als sechs Überraschungen, u. a. verloren der Herausgeber der Zeitschrift Schach, GM Raj Tischbierek, und der Titelträger des Jahres 2010, GM René Stern, gegen die beiden Magdeburger Lokalmatadoren WIM Maria Schöne und Jan Wöllermann. Keine Überraschung gab es dagegen im Geschwisterduell zwischen FM Johannes und WFM Annelen Carow.

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Anmeldung

Elke Rehder Schachnovelle Plakat RZ k