DSB-News

  1. Die Live-Übertragung hatte gestern noch nicht einmal gestartet, da stand schon die neue Europameisterin fest. Walentina Gunina einigte sich am Spitzenbrett schon nach acht Zügen mit Ekaterina Atalik auf Remis und konnte nun verdient der Siegerehrung knapp neun Stunden später entgegensehen. Nur unwesentlich spannender machten es Elisabeth Pähtz und Anna Uschenina an Brett drei. Die beiden dachten etwas länger nach, so daß die Zuschauer der um 15 Minuten verzögerten Internetübertragung, noch ein paar Züge zu sehen bekamen. Nach dem zehnten Zug von Weiß wurden aber auch hier die Hände geschüttelt.

    Am Brett dazwischen wurde dagegen noch richtig gekämpft. Die viertplazierte Antoaneta Stefanova wollte mit der drittplazierten Nana Dsagnidse noch die Plätze tauschen und demolierte mit einem Bauernopfer auf f6 die schwarze Königsstellung. Das brachte ihr leichten Vorteil, doch der zerbröselte mit fortschreitender Zeit. Nach 57 Zügen folgte die Punkteteilung. Dsagnidse holte damit gegenüber Uschenina nicht nur eineinhalb Wertungspunkte auf, sondern überholte diese auch noch um einen halben Wertungspunkt. Elisabeth Pähtz wurde mit sehr guten 8 aus 11 Sechste, punktgleich mit der Silbermedaillengewinnerin Nana Dsagnidse.

  2. Emanuel Lasker hätte es sich nicht nehmen lassen daran teilzunehmen, würde er noch leben. Aus Anlaß seines 150. Geburtstages in diesem Jahr wurde 2018 nicht nur zum Lasker-Jahr ernannt, sondern es gibt in Berlin in weniger als zwei Wochen auch ein superstark besetztes Blitzturnier ihm zu Ehren. Bereits heute haben sich 41 Großmeister und 24 Internationale Meister angemeldet, womit sich das Turnier - abgesehen von der Blitzschach-Weltmeisterschaft 2015 - zum wohl bestbesetzten Blitzschachturnier Deutschlands der letzten Jahrzehnte, wenn nicht sogar aller Zeiten mausert. Es stellt damit sogar die 1998 ausgetragene 1. Internationale Neuköllner Blitzmeisterschaft in den Schatten (siehe Infokasten).

  3. Elisabeth Pähtz wahrte am gestrigen Mittwoch mit einem Unentschieden gegen die führende Walentina Gunina ihre Chance auf eine Medaille. Vierzig Züge lang konnte sich keine der Damen einen nennenswerten Vorteil erspielen. Da es auch an den Brettern zwei bis vier Punkteteilungen gab, behauptete die 29-jährige Russin ihre Spitzenposition. Gegen Ekaterina Atalik (Platz 6) genügt ihr heute mit Weiß ein Remis zum Europameistertitel. An Brett zwei wird es heute dagegen vielleicht etwas länger dauern. Antoaneta Stefanowa (Platz 4) und Nana Dsagnidse (Platz 3) treffen dort aufeinander und eine friedliche Einigung wird die beiden wahrscheinlich zurückwerfen. Elisabeth Pähtz (Platz 5) und Anna Uschenina (Platz 2) vervollständigen das 7½-Punkte-Quintett an Brett drei. Uschenina könnte bei einem Remis aufgrund der guten Drittwertung veritable Chancen auf Silber oder Bronze haben. Pähtz dagegen muß gewinnen. Viel Erfolg!

    Heute geht es bereits um 11 Uhr los!

  4. Aufgrund einiger Änderungen möchten wir die Liste der Aktivitäten zum Lasker-Jahr noch einmal vorstellen:

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