Die Landeseinzelmeisterschaft findet vom 07.02.2017 (Dienstag) bis 11.02.2017 (Sonnabend) im Kiez Harz/Güntersberge statt.

Weitere Details sind => hier zu entnehmen!

bergabe abschlussdiplome in halleÜbergabe der Abschlussdiplome in HalleMit den Herbstferien legen auch die ErzieherInnen-Schulungen des Vereins Kinderschach in Deutschland eine Pause ein. In den letzten Wochen wurden wieder mit Geldern des Landes Sachsen-Anhalt und der Sparkasse MitarbeiterInnen aus sachsen-anhaltinischen Kindereinrichtungen geschult und mit Schachmaterial ausgestattet. Geschult wurde in Magdeburg, Naumburg, Merseburg, Hettstedt, Halberstadt und Halle.

Inzwischen sind die Materialpakete in den Einrichtungen eingetroffen und begeistern dort die Kinder, wie z.B. im Hort „Freizeitgeister“ in Bad Lauchstädt: „Hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass das Materialpaket für Kinderschach bei uns eingetroffen sind. Vielen, vielen Dank dafür!!! Meine Kolleginnen (diese können bereits Schach) waren auch sehr beeindruckt von den vielen, schönen, auch robusten und pflegeleichten Schachspielen. Besonders von dem großen 3D-Schachspiel waren sie begeistert. Und unsere schon schachspielenden Kinder erst - sie bekamen richtig große Augen! Sicherlich werden wir noch andere Kinder zum Schachlernen damit anregen können. Wir freuen uns darüber sehr, dass dies über das Land Sachsen-Anhalt finanziert wurde.“

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Bei den Norddeutschen Vereinsmeisterschaften in den Altersklassen u12 und u14  schlugen sich die beteiligten Mannschaften aus Sachsen-Anhalt achtbar. In der AK 14 konnte die Mannschaft des Reideburger SV den 3. Platz erkämpfen.

In der AK 12 erreichten die Schachzwerge Magdeburg den 4. Platz.

Weiterhin starteten VfL Gräfenhainichen und USC Magdeburg in der AK U12 sowie SK Dessau und SG Sennewitz in der AK U14.

Alle Mannschaften konnten sich im Bereich ihrer Setzlistenplätze platzieren.

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Nr. Mannschaft
1 TSG Calbe
2 Aufbau Elbe Magdeburg I
3 Aufbau Elbe Magdeburg II
4 SV Sangerhausen
5 SG 1871 Löberitz
6 USV Halle

Fritz Hoffmann NachrufDie Mitteilung, das Sachsen-Anhalts Problemkomponist Nr. 1, der FIDE-Meister für Schachkompositionen Fritz Hoffmann aus Weißenfels am 12. Juli 2016 im 84. Lebensjahr verstorben ist, erschüttert viele Schachfreunde.

Still und zurückgezogen lebt er und doch ist er durch seine zahlreiche Veröffentlichungen in den unterschiedlichsten Publikationen für uns allzeit präsent gewesen. Sein Tod soll Anlass sein, einmal auf sein Leben und seine Entwicklung zurückzuschauen.

Fritz Hoffmann erblickte am 20. Oktober 1932 in der damals noch in der Blüte stehenden Stadt der Schuhe, in Weißenfels, als Sohn eines Angestellten das Licht der Welt. 1939 wurde er eingeschult und kurz nach dem Zusammenbruch der Diktatur beendete er 1951 die Schulzeit mit dem Abitur. Nach kurzem Studium wurde er als Junglehrer aufs Land geschickt.

1958 heiratete Fritz Hoffmann. Aus dieser Ehe gingen kurz hintereinander, 1959 und 1962, zwei Söhne hervor. Inzwischen hat sich noch eine größere Zahl an Enkeln hinzugesellt.

Leider musste sich Fritz Hoffmann mit einer mehr und mehr verschlimmernden Schwerhörigkeit herumschlagen. 1979 wurde einfach der Zeitpunkt einer erlösenden Operation verpasst. Er quittierte den Schuldienst und heuerte in der Verwaltung des heimatlichen Schuhkombinates an.

Leider hatte die Schwerhörigkeit auch Auswirkungen auf seine äußerst interessanten Vorträge zu den unterschiedlichsten schachlichen Themen. Das Wechselspiel zwischen ihm und seine Zuhörer litt zusehends immer mehr darunter. Dennoch hatten viele Schachsportler des damaligen Bezirkes Halle Gelegenheit, Fritz Hoffmann bei den zahlreichen Übungsleiterlehrgängen in der Weißenfelser Sportschule zu erleben.

Für mich als „Problemschachlaien“ lassen sich Fritz Hoffmanns Erfolge auf diesem Spezialgebiet nur schwer und im richtigen Rahmen erläutern. Winfried E. Kuhn und Godehard Murkisch, die Herausgeber der Hoffmannschen Autobiographie „Schachkonturen“, umschrieben 1992 seine Entwicklung. Hier im Sinn ihre Ausführungen: „Den Flecken Weißenfels des realsozialistischen Ödmondes namens DDR und dessen stacheldrahtbeschützte „Weltoffenheit“ überwindet Fritz Hoffmann auf zweierlei Weise: Nach innen durch die Flucht ins Wunderland der Schachkomposition und nach außen durch problemschachliche Aktivitäten rund um den Erdball.“ Wörtlich schreiben die beiden weiter: „So lässt er (Hoffmann) im Laufe der Zeit sein eigenes (Schach-) Universum entstehen. Es umfasst viele gute Kompositionen und etliche bleibende Meisterwerke, eine Fülle von kleinen und größeren Artikeln, Glossen, Würdigungen, Nachrufen, Humoresken, umfangreichere Arbeiten wie „Schach unter der Lupe“ (Das bekannte Schachphilateliebuch, welches er mit Namensvetter Johannes Hoffmann in 2 Aufl. herausgab.); phantasievolle Streifzüge durchs Märchenschach; literarisch Angehauchtes; den geschätzten Hoffmannschen Symbol-Problem-Service; Berge von Korrespondenz u.a.m.“

Soweit die beiden Experten. Ich möchte noch folgende Tatsache hinzufügen. Über drei Jahrzehnte habe ich auf schachlichem Gebiet mit Gott und aller Welt korrespondiert: Dr. Helmut Pfleger, Dr. Hans Ellinger und Dr. Robert Hübner sowie die leider schon verstorbenen Lothar Schmidt, Wolfgang Unzicker, die beiden Schachhistoriker Prof. Dr. Petzold und Gerd Meyer etc., doch keiner hat solch interessante und abwechslungsreiche Briefe geschrieben wie „Old Fritz“. Dabei habe ich ihm das „Old“ eigentlich nie zugebilligt, denn zu sehr war immer eine jugendliche Frische aus seinen Zeilen herauszulesen. Bis zum Ende.

Mit seinem Beitrag „Erinnernswertes von 1966 und 1976 zum Preislösen 2016“ zum 145. Vereinsjubiläum der Schachgemeinschaft 1871 Löberitz e.V. konnte er noch einen beachtenswerten Schlusspunkt seines Schaffens setzen.

Doch der Tod hat ihn nun eingeholt und ein, so wie ich meine, erfülltes Leben beendet. Unser Mitgefühl begleitet seine Frau Waltraud und seine Söhne Ralf-Rainer und Gerd mit ihren Familien.

Requiescat in pace!

Konrad Reiß                                           Löberitz, im August 2016

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