u20 Team USV HALLE IIhintere Reihe: Karl Simon Altstadt, Felix Schulte, Teamcoach Norbert Hartge, Arnd Kretzschmar, Gedeon Hartge - vordere Reihe: Aaron Gröbel, Maksym PerekhozhukWer die Jugendbundesliga Nordost in den letzten Jahren verfolgt hat, erinnert sich noch an eine vergleichbare Finaldramatik vor zwei Jahren bei Empor Berlin, als der SV Merseburg die sicher geglaubte Vizemeisterschaft im letzten Spiel noch aus den Händen gab und dem Aufsteiger USV Halle überlassen musste. Das diesjährige Saisonfinale vom Wochenende beim ausrichtenden Team von Königsjäger Berlin war noch spannender. In der letzten Runde ging es um beide Spitzenplätze.

Die Ausgangslage war klar, nachdem der USC mit einer tollen Leistung dem Seriensieger aus Potsdam in der 8. Runde ein 3:3 abgerungen hatte. Die Paarungsliste hatte es so vorgesehen, dass die bis dahin führenden, punktgleichen Mannschaften vom USV Potsdam und Mattnetz Berlin noch gegeneinander antreten mussten. Wer das Spitzenspiel in der 9. Runde gewinnt, ist Bundesliga-Mannschaftsmeister und fährt nach Weihnachten zur Deutschen u20-Meisterschaft nach Düsseldorf. Der Verlierer bekommt die „goldene Ananas“, weil die nur um einen Mannschaftspunkt zurückliegenden Verfolger vom USV Halle und von Aufbau Elbe Magdeburg in Lauerstellung liegen. Als Vizemeister qualifiziert man sich nämlich ebenfalls für die Deutschen Meisterschaften. So die Theorie und der Ansporn für die Wettbewerber!

Die Praxis war dann aber gnadenlos für die Einen und überraschend gnädig für die Anderen. Weil das Spitzenspiel zwischen Potsdam und Mattnetz tatsächlich mit einem aus Hallescher Sicht optimalen Ergebnis 3:3 endete, freute sich am Ende der sprichwörtliche Dritte. Nach zwei Kantersiegen gegen Königsjäger (4½:1½) und Torgelow (5:1) „überholte“ Vorjahressieger USV Halle die Konkurrenz noch „rechts“ und verteidigte den Titel über die 2. Wertung mit zwei Brettpunkten Vorsprung. Glückwunsch! Mit Fortuna im Bunde waren Gedeon Hartge, Karl Altstadt, Aaron Gröbel, Felix Schulte, Arnd Kretzschmar und Maksym Perekhozhuk.

Die Vizemeisterschaft ging „hauchdünn“ erst in der 4. Wertung (Anzahl der als gewonnen gewerteten Partien in der Saison) mit 33 zu 32 an den USV Potsdam. Kurioserweise hätte sogar das Team von Aufbau Elbe Magdeburg mit einem 6:0 im letzten Spiel noch den Vizemeistertitel erringen können. Gegen die Ausrichtermannschaft von Königsjäger Berlin stand es nach einem furiosen Endspurt aber „nur“ 5:1. Schade!

Aus Sicht des Landesverbandes Sachsen-Anhalt war die JBLO-Saison damit überaus erfolgreich. Gleich drei Mannschaften behaupteten sich nicht nur souverän gegen die starke Konkurrenz aus Berlin und Brandenburg. Sie werden auch in der kommenden Saison wieder in gleicher Besetzung antreten können. Das Trio wird dann noch verstärkt werden durch die Prinzengarde vom SV Reideburg, den u20-Landesmeister 2017.

Ergebnisse: http://nsv-online.de/ligen/jbln-1617/?staffel=988&r=

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