Einen klaren Favoritensieg von Ilja Schneider gab es bei der 18. Auflage des Klötzer Weihnachtsschachturniers zum Jahreswechsel. Aber auch die altmärkischen Vertreter mischten im 56-köpfigen Teilnehmerfeld kräftig um die Sonderpreise mit.

Der für die Schachfreunde Berlin 1903 in der ersten Bundesliga spielende Ilja Schneider ließ während des Turniers keinen Zweifel aufkommen, wer am Ende die Bretter als Sieger verlassen würde. Besonderss in den kritischen Situationen mit knapp werdender Bedenkzeit spielte Schneider seine gesamte Schnellschach- und Blitzerfahrung aus. Nur eine schnelle Punkteteilung gegen den Magdeburger Ralf Seibicke gönnte sich der Pokalsieger. Um so interesannter verlief die Auseinandersetzung um den zweiten Tabellenplatz.

Eine Vielzahl der 56 Teilnehmer konnte sich Hoffnungen auf die verbliebenen Podiumsplätze machen, da die Wertzahlunterschiede im Schnellschach nicht so sehr ins Gewicht fallen. Letztlich ging der zweite Rang in das Nachbarbundesland nach Niedersachsen. Marius Eilert (Schach-Drachen Isernhagen) brachte mit sieben Punkten aus neun Partien einen halben Zähler mehr in die Endabrechnung ein als die folgenden Spieler. Aus altmärkischer Sicht waren der dritte Platz von Volkmar Ahlers (SF Turm 2000 Wahrburg) und der fünfte Platz von Volker Holtmeier (SV Gardelegen) die herausragenden Ergebnisse.

Turnierleiter Carsten Behrend wies zu Beginn der Veranstaltung mit Stolz darauf hin, dass es die Schachabteilung in Klötze jetzt 20 Jahre gäbe. Behrend dankte den Gründungsmitgliedern der Abteilung Thomas Janeke und Heiko Kaworski, die sich beide als aktive Spieler in das Turniergeschehen noch immer einbringen. Auch Peter Boese (Geschäftsführer des Kreissportbundes) gratulierte der Klötzer Abteilung zum Jubiläum und zeigte sich über den regen Turnierzuspruch erfreut.

Um die ausgeschriebenen Sonderpreise gab es in den entscheidenden abschließenden Runden ein reges Gedränge. Holtmeier holte sich den Titel in der Kategorie des besten Spielers mit einer Wertzahl unter 1900 Punkten. Sichtlich zufriedenen mit seiner Turnierleistung zeigte sich der Kalbenser Maximilian-Paul Bethge, der die Wertzahlkategorie unter 1700 Punkten gewann. Als aufstrebendes Talent erwies sich der Magdeburger Divine Enekwizu, der den ein oder anderen Favoriten stürzte und die Wertzahlkategorie unter 1500 Punkten für sich entschied. Sein Vereinskollege Nick Schulze (SV Rochade Magdeburg) entschied am Ende die Wertung als bester Junior für sich. Besonderer Jubel kam bei der Siegerehrung der Damen auf. Hier spielte Heidrun Conrad (SF Turm 2000 Wahrburg) ein glänzendes Turnier und sicherte sich verdient den Titel. Als bester Senior nahm der Gifhorner Jürgen Dannehr die Würdigung aus den Häden von Carsten Behrend entgegen, während „Abonnementsieger“ Thomas Janeke den Preis für den besten Klötzer Spieler verliehen bekam.

Das Klötzer Weihnachtsschachturnier bewies mit seinem Teilnehmerzuspruch, dass es von seiner Popularität nichts eingebüßt hat. Faire Spielabläufe machten das Eingreifen des Schiedsgerichtes überflüssig und die gute Rundumversorgung der Klötzer Helfermannschaft sorgten für ein gelungenes Turnier.

Siegerehrung 18. Klötzer Weihnachtsschachturnier

Strahlend nahm Sieger Ilja Richter den Pokal aus den Häden des Klötzer Vereinsvorsitzenden Hans-Jurgen Schmidt entgegen. Turnierleiter Carsten Behrend und Gründungsmitglied Heiko Kaworski gratulierten ebenfalls (von links).

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