DSB-News

  1. Die Idee zum Deutschland-Cup entstand 2006 im Ausschuss, der die Schacholympiade 2008 in Dresden vorbereitete. In 15 Wertungsgruppen von DWZ 1 bis 2399 sollten je 64 Qualifikanten an den Olympiabrettern ihre Sieger im K.o.-System ausspielen. Also an den Brettern, wo zu anderen Zeiten die Schachmeister und -meisterinnen aus den an der Olympiade teilnehmenden Nationen saßen. So war der riesige Spielsaal immer gut gefüllt. Am Vormittag die rund 800 Teilnehmer des Deutschland-Cups und am Nachmittag die fast 1.300 Olympiaspieler.

  2. Liebe Schachfreunde,

    die „Schachgemeinschaft 1871 Löberitz“ kann im Juni 2019 auf 148 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Nun steht auch bald das 150. Vereinsjubiläum vor der Tür. Die zum Vereinsgeburtstag schon über mehrere Jahrzehnte am letzten Juni-Wochenende stattfindenden „Löberitzer Schachtage“ sollen in diesem Jahr eine Rückbesinnung zu den Wurzeln des Löberitzer Schachlebens in der Übergangszeit vom 19. zum 20. Jahrhundert sein. Eine der größten und nachhaltigsten Leistungen der Löberitzer bei der Entwicklung des Schachs bestand 1882 zusammen mit den Schachklubs aus Halle und Zörbig in der Gründung des Saale-Schachbundes. Damit wurde die Grundlage für das organisierte Schachleben in der Region zwischen dem Burgenlandkreis und der Altmark, sowie dem Harz und der Elbe bis hin nach Eilenburg gelegt. Eingebunden in dieses Unternehmen wurden nach und nach die großen Metropolen Magdeburg, Halle und Dessau, aber auch solche Städte wie Wittenberg, Bernburg, Bitterfeld oder Schönebeck.

  3. Schach kann vieles sein – Sport, Spiel, Wissenschaft, Kultur. Was viele nicht wissen: Schach kann auch in der Medizin bei der Therapie helfen. Prof. Dr. Sabine Vollstädt-Klein forscht als Leiterin der Arbeitsgruppe „Neuroimaging abhängigen Verhaltens“ des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim zu den Einsatzmöglichkeiten von schachbasierter Therapie als Zusatz-Intervention bei der Behandlung von Suchtkranken. Dazu führt sie ab diesem Sommer zwei wissenschaftliche Studien durch, bei denen Schach zur Stärkung der kognitiven Funktionen als „Therapie-Add-On“ zum Einsatz kommt. Dies soll einen positiven Effekt auf den Behandlungserfolg haben und auch zu messbaren Veränderungen im Gehirn führen. Sie ist Gründungsmitglied der International Society for Applied Chess (ISAC), welche die Anwendung von Schach zum Beispiel in der Psychotherapie, der Rehabilitation von Patienten und bei der Arbeit mit Flüchtlingen oder autistischen Kindern unterstützt. Wir haben sie zu ihrer Forschung interviewt.

  4. Seit 1979 wird sie ausgetragen, die Deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände. Hier treffen die Frauen-Auswahlmannschaften der 16 Bundesländer an acht Brettern in fünf Runden Schweizer System aufeinander. Das Bundesland Baden-Württemberg, welches seit 1952 existiert, im Schach aber immer noch getrennte Weg geht, tritt dabei mit je einer Mannschaft an. Baden gewann insgesamt viermal den Wettbewerb, zuletzt 2014. Württemberg steht dem nur wenig nach und steht inzwischen bei drei Meisterschaften - alle in den letzten drei Jahren! In diesem Jahr hatte die Konkurrenz den Württembergerinnen wenig entgegenzusetzen. Mit 10:0 Mannschaftspunkten standen sie am Ende ganz oben und konnten sich feiern lassen. Auch von uns einen herzlichen Glückwunsch!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok