DSB-News

  1. Ende Mai wird mit dem Meisterschaftsgipfel des Deutschen Schachbundes (DSB) in Magdeburg die alte Tradition der Schachkongresse wiederbelebt. Dies verkündete DSB-Präsident Ullrich Krause am Montag gemeinsam mit Vertretern der Stadt im Rathaus Magdeburg. Der Gipfel vom 25. Mai bis 2. Juni setzt sich zusammen aus den Deutschen Einzelmeisterschaften (Open und Frauen), den Deutschen Blitzmeisterschaften (Open und Frauen), der Deutschen Pokal-Einzelmeisterschaft, den German Masters (Open und Frauen) und der Endrunde der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM). Darüberhinaus findet der Bundeskongress des DSB im Rahmen des Gipfels statt. Austragungsort ist die Festung Mark. Durch die Zusammenlegung der verschiedenen Meisterschaften mit dem Kongress soll Schach stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Mehr als 500 Schachspielerinnen und -spieler werden Ende Mai zum großen Gipfeltreffen des deutschen Schachs in Magdeburg erwartet: Profis treffen an einem Ort auf die besten Amateure und Funktionäre. "Es wird ein richtiges Schachfest", freute sich Krause vor versammelter Presse.

  2. Die Deutsche Ärztemeisterschaft ist seine Bühne: Dr. Patrick Stiller gewann in Bad Homburg am 17. März 2019 zum fünften Mal die Schachmeisterschaft für Ärzte und Ärztinnen. Bereits 2004, 2009, 2012 und 2017 schrieb er sich in die Siegerliste des seit 1993 ausgetragenen Turniers ein. Damit ist er zugleich der Titelsammler Nummer eins.

  3. Mit 133 Spielern in 65 Mannschaften hatte die 19. Deutsche Familienmeisterschaft am vergangenen Sonntag in Berlin eine unglaubliche Anziehungskraft. Bei diesen Turnieren, zu dem oft ganze Familien inkl. Nichtschachspielern anreisen, bestehen die Mannschaften zwar zum großen Teil aus Vereinsspielern, doch auch viele ehemalige Klubspieler und Amateure sind hier anzutreffen um mal wieder Schachfiguren über das Brett zaubern zu lassen. Und ganz besonders viele Kinder spielen hier, entweder mit ihren Geschwistern oder Mutter oder Vater. Wo sonst hat man solche eine Vielfalt, wenn nicht bei einer Familienmeisterschaft?!

    Für den DSB-Referenten für Breiten- und Freizeitsport Hugo Schulz, der am 1. Juni beim Kongress in Magdeburg nicht mehr kandidieren wird, war es nach rund vier Jahren Amtszeit noch einmal ein Höhepunkt.

    Die Meisterschaft dominierte die beim SC Empor Potsdam und in Stendal spielende Familie Karsten, Stephan und Torsten Hansch. Nur in der letzten Runde kamen sie gegen die später drittplazierten Brüder Ludwig und Felix Zesch ein wenig ins Straucheln.

  4. Am 26. April beginnt in Radebeul die 31. Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft, der Jahreshöhepunkt im Seniorenschach. Auf Grund der relativ späten Veröffentlichung von Termin und Ort hatten sich auch die Anmeldungen verzögert, doch gestern ist die 200 überschritten worden - eine gute Gelegenheit, einen Blick auf das Starterfeld zu werfen.

    Für die Altersgruppe 65+ liegen nun 164 Anmeldungen vor. Die Spitze ist mit 19 Titelträgern (1 IM, 18 FM) hochkarätig besetzt. Titelverteidiger FM Gerhard Kiefer (Emmendingen) wird von acht(!) Ex-Meistern herausgefordert: FM Jefim Rotstein (Deutscher Seniorenmeister 2000, 2002 und 2017), IM Boris Khanukov (2016), FM Bodo Schmidt (2012), FM Clemens Werner (2010), Erich Krüger (2008), FM Peter Rahls (Co-Sieger 2000), FM Dr. Gottfried Braun (1995) und FM Willy Rosen (1994) standen schon auf dem Siegerpodest.

  5. Der Sieg des Greifswalder Schachvereins in der Pokal-Zwischenrunde am Sonntag sorgt in der ganzen Republik für Gesprächsstoff. Ein vierköpfiges, titelloses Amateurteam vom Greifswalder Bodden mit einem DWZ-Durchschnitt von 2193 hat vier gestandene Großmeister (DWZ-Schnitt 2554) vom Gastgeber SK Kirchweyhe besiegt und sich den Traum vom Pokalfinale erfüllt! Die Greifswalder können ihr Glück kaum fassen: "Die 75-minütige Panne auf der Rückfahrt konnte unsere Laune auch nicht trüben, und so richtig begreifen, was an diesem Wochenende passiert ist, dafür werden wir wohl noch einige Zeit brauchen." steht auf der Greifswalder Website. "Geschichte wird gemacht" gegen "ungefähr die halbe kroatische Nationalmannschaft". Bei soviel Euphorie wurde glatt vergessen, die Greifswalder Mannschaft fotografisch zu verewigen. Wir können deshalb nur mit einem Archivbild von Wilko Stubbe dienen, der an Brett 1 GM Ante Brkic besiegte.

    Durch diese Sensation verblassen die Geschehnisse an den anderen drei Spielorten vollständig. Hier setzten sich die Favoriten durch und das waren der SK Zehlendorf, die OSG Baden-Baden und die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen.

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