Dana Reiznice Ozola 2017Dana Reiznieze-Ozola (Foto: Konrad Reiß, 2017)Der Landesschachverband Sachsen-Anhalt und die SG 1871 Löberitz sind sehr stolz, dass Dana Reizniece-Ozola durch die FIDE in die verantwortungsvolle Funktion einer Geschäftsführerin und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Weltschachverbandes berufen wurde.

Seit 2002 ist Dana Reizniece-Ozola Mitglied der SG 1871 Löberitz und hat seitdem eine Vielzahl von Punktspielen für den Verein bestritten. Sie hat wesentlichen Anteil am Aufstieg der Löberitzer Frauenmannschaft in die 1. Frauenbundesliga im letzten Jahr. Ihr zu Ehren ist im Schachmuseum Löberitz eine eigene Ausstellungsvitrine gewidmet
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Andris Ozols ist sie sehr oft in Löberitz zu Gast.

In einer Pressemitteilung der FIDE vom 04.01.2021 heißt es unter anderem:

„Der Internationale Schachverband ist stolz darauf, die Ernennung von Dana Reizniece-Ozola zur Geschäftsführerin und stellvertretenden Vorstandsvorsitzende der FIDE bekannt zu geben. Sie wird für eine Vielzahl von lebenswichtigen Bereichen der FIDE-Arbeit verantwortlich sein, einschließlich administrativer und finanzieller Angelegenheiten sowie für die Arbeitsweise der meisten Kommissionen.

Die Hauptrichtungen, die Frau Reiznice-Ozola überwachen wird, umfassen Schach in der Bildung - ein Bereich, den sie als oberste Priorität ansieht. Sie wird auch für Themen der Entwicklung verantwortlich sein - ein Bereich, in dem Dana mit ihrer großen Erfahrung zur guten Arbeit beitragen kann, die die FIDE-Kommission für Planung und Entwicklung (PDC) bereits geleistet hat. Der dritte wichtige Arbeitsbereich wird sich auf den Aufbau von Beziehungen zu anderen internationalen Institutionen beziehen.

Dana Reizniece-Ozola ist nicht nur eine sehr starke Spielerin, die als Großmeisterin mehrere Titel gewonnen hat.  Sie ist auch eine renommierte Politikerin und Mitglied des Parlaments der Republik Lettland, einer Institution, der sie 2010 erstmals beigetreten ist. Sie war Wirtschaftsministerin (2014-2016), Finanzministerin (2016-2019) und auch Vorsitzende der Kommission für Bildung, Kultur und Wissenschaft. Zusätzlich war sie Mitglied in mehreren Kommissionen des lettischen Parlaments.
Sie hat die in der Politik gesammelten Erfahrungen stets zum Wohle des Schachs genutzt, war Vorstandsmitglied des Lettischen Schachverbandes und Vizepräsidentin der Europäischen Schachunion.

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Weg nach LoeberitzDer Weg nach LöberitzIm Juni 2021 wird die Schachgemeinschaft 1871 Löberitz das 150. Vereinsjubiläum begehen. Wenn auch die Vereinsnamen mit den jeweiligen Gesellschaftssystemen wechselten, so wurde durchgehend in dem kleinen anhaltinischen Dorf organisiert Schach gespielt. Grund genug, einmal auf die Gründungszeit zu blicken.

Doch wie kam das Schach nach Löberitz?

Die 1860er Jahre neigten sich ihrem Ende zu, als der junge Theologiestudent Johann Melchior Kirsch von Halle aus, wo er studierte, nach Löberitz aufbrach. Dort hatte er eine Anstellung als Privatlehrer erhalten.

Vermutlich ist er mit der Eisenbahn bis Stumsdorf gefahren. Von dort ging es dann die 8 km über Zörbig zu Fuß weiter. Zur damaligen Zeit waren solche Fußmärsche für die Menschen eine Notwendigkeit und gehörten zum Alltag.

Vielleicht hat ihn auch einer der Rittergutsbesitzer oder ein Großbauer, der ihn als Privatlehrer angestellt hatte,  mit der Kutsche von der Bahnstation abgeholt. Und ob er ständig da war oder nur während der Wochenenden oder an studienfreien Tage nach Löberitz kam, all das wissen wir nicht. Mit Sicherheit finanzierte er durch diese lehrende Tätigkeit sein Studium.

Das besondere an der Geschichte ist, dass er ein Schachspiel im Gepäck hatte, mit dem er es verstand, die Bauern von Löberitz und Umgebung zu begeistern. Ganz besonders den Gasthofbesitzer Friedrich Franz Ohme. Eine Begeisterung, die sich heutzutage sicherlich in Grenzen hält, aber immer noch vorhanden und nicht nur auf Löberitz begrenzt ist.

Was wissen wir von dem „Schachmissionar“?

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HansWerchanDie Abteilung Schach des USC Magdeburg, alle Schachfreunde aus der Region Magdeburg sowie des Landeschachverbandes Sachsen-Anhalt haben einen schweren Verlust zu beklagen: Dr. Hans Werchan ist, für uns unerwartet, am 2. Januar 2021 im Alter von 87 Jahren verstorben.

Wir trauern um einen bis zuletzt aktiven Liebhaber des Schachspiels, unermüdlichen Funktionär und guten Freund.

Dr. Hans Werchan wurde am 12. Dezember 1933 in Ammendorf geboren, wo er dann auch im Jahre 1949 der Schachsektion von Motor Ammendorf beitrat. Nach seinem Studium der Chemie und der Promotion verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt nach Magdeburg, wo er anfangs an der damaligen TH "Otto von Guericke" arbeitete . Danach war er als Chemiker im VEB Fahlberg-List Magdeburg tätigt, wo er dann 1993 die Abwicklung dieses Betriebes als Betriebsrat begleiten musste.

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werner hobuschTief bewegt nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Schachfreund Werner Hobusch, der am 16. Oktober 2020 im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

In seiner mehr als 15jährigen Mitgliedschaft in der  Sektion Schach von Eintracht Quenstedt  hat er den Schachsport in Quenstedt entscheiden geprägt. Wir werden ihn stets in ehrender Erinnerung behalten. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie in dieser schweren Zeit.

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Schuster Dr. Hellrung 1Duell unter Corona-Bedingungen: Rebekka Schuster gegen Dr. Bernhard HellrungDie Hl. Theresia v. Avila, die Schutzpatronin der Schachspieler, hätte ihre Freude gehabt. 26 hochmotivierte Spieler nahmen die Herausforderung an, um den diesjährigen Bistumsschachmeister zu ermitteln. Viele hatten lange nich gespielt. Dabei war der Kampf auf den Schachbrettern für alle Teilnehmer nicht das einzige Spannungsfeld. Die Corona-Pandemie forderte auch die Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Abstandhalten, Lüften und Desinfizieren waren also genau so gefragt wie eine ordentliche Eröffnung oder die präzise Abwicklung eines Endspiels. All dies konnte im Gemeindesaal der St. Antonius-Gemeinde in Zörbig garantiert werden.

An der Spitze ging es äußerst knapp zu. Nach mehreren Anläufen sicherte sich der Berliner Matthias Ahlberg mit 5,5 von 7 möglichen Punkten erstmalig den 1. Platz. Zweiter wurde punktgleich Diakon Thomas Sperling aus Zittau. Sicherlich eine Überraschung. Wie überhaupt die Teilnahme der fünfköpfigen Abordnung aus Ostsachsen eine Bereicherung für das Turnier darstellte, denn Pieter Leipert vom SC 1994 Oberland erkämpfte sich Platz 3.

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