Das neue Jahr begann mit der Preisverleihung des Titels "Magdeburger des Jahres", veranstaltet durch die Zeitung "Magdeburger Volksstimme". In einer atmosphärischen Feierstunde im Opernhaus zu Magdeburg - mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Wille Polte und dem noch aktiven Oberbürgermeister Lutz Trümper - wurden zuerst die Vorjahresgewinner präsentiert, bevor es an Ehrung der diesjährigen Preisträger ging.

Erwartungsfroh traf sich die Delegation der Schachzwerge, bestehend aus Michael Zeuner, Jens Windelband und Vilen Rafayevych, und begann einen Count-Down runter zu zählen. Spannende, interessante Projekte landeten auf den Plätzen 10, 9, 8, 7 usw. z.B. eine Reparatur-Werkstatt für Nachhaltigkeit in der Porsestraße - "Die Macherburger", oder ein Integrationsprojekt von der Hoffnungsgemeinde, das von einem ehemaligen Flüchtling, Tsegaye Wolde, betreut wird. Auch ein Spendenlaufprojekt für Mukoviszidose-Erkrankte wurde ausgezeichnet. Und so zählten wir immer aufgeregter runter, bis wir bei der 2 zum Stehen kamen.

Volksstimme-Redakteur Konstantin Kraft betrat die Bühne und hielt die Laudatio, die eine schöne Würdigung für die Leistungen und Pläne der Schachzwerge im Speziellen, sowie für das Schach allgemein war. Stolz nahm der Geschäftsführer Michael Zeuner stellvertretend für die Schachzwerge den Pokal für den zweiten Platz entgegen und sorgte mit einem kleinen Spoiler auf den noch zu benennenden Sieger bei seinen Dankesworten für Heiterkeit im großen Saal des Theaters.

Den ersten Platz belegte am Ende die Gruppe "Kneipenretter", die sich der Rettung von Gartenkneipen und anderen kleinen Lokalitäten verschrieben haben. Von 6.600 abgegebenen Stimmen errangen die Kneipenretter 19,2% der Stimmen, während die Schachzwerge 16,3% der Abstimmungen auf sich vereinigen konnten.

Die Schachzwerge Magdeburg danken allen Unterstützern im Landesverband, die ihre Stimme für unseren Kandidaten abgegeben haben.

Ein frohes und gesundes neues Jahr 2000+22

wünscht

Jens Windelband

Vorsitzender der Schachzwerge Magdeburg

 

Link zur Volksstimme (mit Bezahlschranke): Michael Zeuner empfängt den zweiten Preis von Volksstimme-Redakteur Konstantin Kraft

ESM 2021 SiegerehrungThomas Richter vom SV Motor Zeitz gewinnt vor dem Annaburger Daniel Platz und seinem Vereinskameraden Hubert Reimann

Samstag vor dem Reformationstag ist traditionell der Austragungstermin der Schachmeisterschaft der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. In diesem Jahr war das der 30. Oktober. Auch mit dem Austragungsort Sandersdorf konnte bisher Kontinuität verzeichnet werden. Großen Dank an Wilfried Jagdmann und seine Mitarbeiter, die bei der Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung halfen. Vor allen Dank den Frauen, die sich ums Essen kümmerten.
Alles hat wieder gestimmt. Dank auch an Thomas Richter, hier allerdings der aus Löberitz, und Dirk Helbig für deren Hilfe und Unterstützung.
Das Turnier wurde ehemals noch als Schachmeisterschaft der Kirchenprovinz Sachsen vom damaligen Sandersdorfer Pfarrer Bernd Gaus gemeinsam mit der SG 1871 Löberitz ins Leben berufen. Nach einiger Zeit der Stagnation konnte in diesem Jahr mit 15 Teilnehmern wieder ein größeres Interesse verzeichnet werden.

Thomas Richter, hier der aus Zeitz, stand am Ende als Turniersieger fest. Es war nach 2016 sein zweiter Turniererfolg. Er blieb als einziger ungeschlagen und konnte sich am Ende sogar noch ein Schnellremis leisten. Auch sein üppiges Wertpunktepolster und die Kreuztabelle zeigen, dass er alle seine Verfolger am Brett hatte. Dennoch blieb bis zur letzen Runde die Spannung erhalten. Dafür sorgten mehrere erfahrene Spieler. Zweiter wurde der Setzlistenerste Daniel Platz vom SSC Annaburg, der mit 5 Siegen das kompromissloseste Spiel an den Tag legte, vor dem dreifachen Sieger Hubert Reimann aus Zeitz.

ausführlicher Bericht von Konrad Reiß:

25.BiMei2021 SiegerehrungSebastian Pallas (Löberitz) gewinnt vor Pieter Leipert (Ebersbach) und Matthias Ahlberg (Berlin) das Jubiläumsturnier - WFM Elina Otikova sichert sich vor Rebekka Schuster und Josephine Kötteritzsch (alle Löberitz) die Frauenwertung

Die Hl. Theresia v. Avila, die Schutzpatronin der Schachspieler, vereinte am 16. Oktober in Zörbig 28 Spieler der unterschiedlichsten Spielstärken zur 25. Schachmeisterschaft im Bistum Magdeburg. Zum Jubiläum konnten auch Gäste aus den Bistü-mern Dresden-Meißen, Erfurt, Berlin und Köln begrüßt werden.
Das Turnier war auch in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie mit einer strengen Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen geprägt. Abstandhalten, Lüften und Desinfizieren waren also genau so gefragt wie eine ordentliche Eröffnung oder die genaue Abwicklung eines Endspiels.
Die selbstauferlegte 4-G-Regel wurde in diesem Jahr etwas gelockert. Es galt zwar weiterhin Gimpft, Genesen und Getestet, doch bei Getauft wurden zum Jubiläum auch die nicht katholischen Familienmitglieder mit ins Boot geholt. Sicherlich eine Geste, die auch in Zukunft beibehalten werden sollte.

Souverän setze sich der Favorit Sebastian Pallas von der SG 1871 Löberitz durch. Überraschend auf Rang 2 platzierte sich Pieter Leipert (SpVgg Ebersbach). Auch er blieb ungeschlagen. Den 3. Rang sicherte sich Vorjahrssieger Matthias Ahlberg (SG Weißensee Berlin) knapp vor Matthias Leipert (SpVgg Ebersbach).
Auch in der Frauenwertung setzte sich mit der FIDE-Meisterin und lettischen Nationalspielerin Elina Otikova eine Spielerin aus Löberitz durch. Ihr folgten mit Rebekka Schuster und Josephine Kötteritzsch zwei weiter in Leipzig wohnende Spielerinnen des Traditionsvereins.
Schön, dass auch viele Jugendliche und erstmalig teilnehmende Schachfreunde an den Start gingen.

ausführlicher Bericht inkl. Tabellen von Konrad Reiß:

Siegerehrung 2Ehrung der SiegerSiegerehrung BreitensportDie Gewinner im BreitenschachAm Samstag, den 09.10.2021, fast genau ein Jahr nach dem ersten inklusiven Schachturnier, war es wieder so weit: das zweite Inklusionsschachturnier Sachsen-Anhalts fand in Schönebeck im „Dr. – Tolberg - Saal“ statt. 75 Teilnehmer, fast doppelt so viele wie im Vorjahr, mit und ohne Behinderung fanden sich zu einem Schnellschachturnier ein.

Die Idee von Stefan Knappe (SG Aufbau Elbe Magdeburg) zu einem Inklusionsturnier wächst immer mehr zu einer Tradition. Wieder kümmerte er sich mit Jens Windelband (SG Aufbau Elbe Magdeburg) um die Umsetzung dieser großartigen Breitenschachveranstaltung. Durch den Allgemeinen Behindertenverband in Sachsen-Anhalt e.V. (ABISA) wurde die perfekte Turnieratmosphäre sichergestellt. Im „Dr. – Tolberg-Saal“ in Schönebeck war genug Platz, alle Teilnehmer den Corona-Auflagen nach unterzubringen. Auch wurde alles für das leibliche Wohl getan.

Eröffnet wurde das Turnier um 10 Uhr vom Landesbehinderten-Beauftragten Dr. Christian Wallbrach und er gab damit den Startschuss für einen spannenden Wettkampf. Das Turnier ging über 7 Runden. Etwas überraschend ergatterte sich Jordan Enekwizu (SV Rochade Magdeburg) den Turniersieg, Zweiter wurde der Turnierfavorit Florian Heyder (Sv Sangerhausen) und den dritten Platz konnte der Lokalmatador Michael Görgens (Union Schönebeck) erreichen. Besonders war hier, dass alle mit 6 Punkten aus 7 Partien aufwarten konnten und die Zweitwertung über den Turniersieg entscheiden musste.

Ebenso wurde für die Teilnehmer ohne Wertzahl der Kategoriepreis im Breitenschach verliehen. Erster Platz ging an David Pearce (SG Aufbau Elbe) mit starken 5 Punkten aus 5 Partien aufwarten konnte, sehr schade, dass er erst etwas später in das Turnier eingestiegen war, wer weiß was sonst noch möglich gewesen wäre. Zweiter wurde Ingo Barth mit starken 4,5 Punkten und Drittplatzierte wurde Daniela Eisewicht mit 4 Punkten.

Weiterlesen: Jordan Enekwizu gewinnt 2. Inklusionsturnier

SK Dessau 93 ist in der Auftaktrunde der Oberliga Ost ein hervorragender Gastgeber.

Wenn man seit vielen Jahren in den Oberligen und Bundesligen  als Schiedsrichter unterwegs ist, hat man schon viel erlebt, allerdings kann ich mich nicht an einen so guten Oberligakampf erinnern.

Pünktlich 45 Minuten vor Wettkampfbeginn schloss der Mannschaftsleiter Erler das Spiellokal auf. Ein sehr schöner Raum, zweckmäßig für einen Coronawettkampf. Die Bretter waren aufgebaut (wertige Holzbretter). Da auch schon einige Leipziger da waren, wurden die Corona Anwesenheitslisten von den Mannschaften erstellt und die Spieler kamen alle selbstständig und zeigten ihre Nachweise.
Die Uhren (Oberligabedenkzeit muss manuell eingestellt werden) waren alle richtig gestellt, konnten so sehr schnell kontrolliert werden. Damit waren 20 Minuten vor Rundenbeginn alle Vorbereitungen des Schiedsrichters abgeschlossen und alle 16 Spieler waren schon da!

Während der Runde musste der Schiedsrichter nur Kleinigkeiten korrigieren:

  • Spieler wollte am Brett essen
  • Beim Aufstehen die Maske vergessen
  • Im Nachbarraum waren die Spieler bei der Analyse und Diskussionen etwas zu laut!

Und dabei passierte etwas, was für den Schiedsrichter es sehr angenehm machte, alle Spieler nahmen die Hinweise auf ihre kleinen Verstöße mit entschuldigenden Gesten entgegen!

Mein Kompliment an den Gastgeber und alle 16 Spieler.

Dan-Peter Poetke ISR

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