Im Jahr 1921 kam es im aufstrebenden Chemiestandort Bitterfeld zur Gründung eines Schachklubs. Es begannen auch dort die „Goldenen Zwanziger Jahre“. Dieser Bitterfelder Schachverein, wie er sich selbst nannte, hatte schon Vorläufer, bestand bis zum Kriegsende und ging dann in mehrere Bitterfelder Vereine auf.

Gründungsvater war der Realschullehrer Dr. Paul Seyferth. Er war über viele Jahre der Motor des Vereinsgeschehens. Später dann zusammen mit seinem Nachfolger Dr. Kranstöver.

Seinen Höhepunkt erlebte der Bitterfelder Schachverein im Jahr 1932. Da richtete er den Jubiläumskongress des seit 1882 bestehenden Saale-Schachbundes. Eingebunden im Kongress war auch das Mitteldeutschen Meisterturnier.

Konrad Reiß vom Schachmuseum Löberitz hat einige geschichtliche Begebenheiten zu dieser Thematik zusammengetragen:

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GeorgeGregorGeorge Gregor wurde am 14. Dezember 1955 in Halle geboren und verstarb viel zu jung am 10. März 2021. Er war über viele Jahre einer der erfolgreichsten Schachspieler in unserem Bundesland. Seine Schachlaufbahn begann bei WBK 67 Halle-Neustadt. Dort spielte er in der DDR-Liga, Oberliga Ost und in der Landesliga. Er war langjähriger Mannschaftsleiter und Spitzenspieler am 1. Brett. Viele Jahre spielte George für die TSG GutMuths Quedlinburg. Dort betätigte er sich auch als Schachtrainer und prägte wesentlich die Schachlaufbahn von Johannes Paul, der später  mehrfach den Landeseinzelmeistertitel  von Sachsen-Anhalt erringen konnte.
Auch für den Reideburger SV und  USV Halle war er aktiv. Sein größter Erfolg war 2006 der Landesmeistertitel im Schnellschach. 1998 belegte er bei der Landeseinzelmeisterschaft den 3. Platz. 2016 wurde er bei der 24. Landeseinzelmeisterschaft der Senioren Vizemeister und spielte bei der Seniorenmannschafts-WM in Radebeul für Sachsen-Anhalt im Team Ü50 am Spitzenbrett (siehe Foto).

Auch ich durfte öfters mit George in einer Mannschaft spielen. Das war immer eine große Ehre für mich. George war ein großer Kämpfer und immer ein vorbildlicher Schachfreund.
Wir werden George immer in guter Erinnerung behalten.

Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Andreas Domaske
Präsdent Landeschachverband Sachsen-Anhalt

siehe auch Nachruf von Reyk Schäfer

 

UweRischLiebe Schachfreunde,

mit großer Trauer haben wir vor Kurzem vom Tod unseres langjährigen Schachfreundes Dr. Uwe Risch erfahren. Der Tod von Uwe kam für uns alle sehr überraschend. Er war ein stets zuverlässiger, hilfsbereiter und überaus lustiger Freund für uns alle. Sicherlich können sich viele von euch an eine Schachpartie mit Uwe erinnern, war er doch seit seinen Jugendtagen für den Burger Schachclub aktiv. Er feierte viele Erfolge am Schachbrett ob mit der Mannschaft oder in Einzelwettbewerben, dennoch blieb er stets bescheiden und war immer für eine launige Unterhaltung zuhaben.

In tiefer Trauer,

die Schachfreunde des Burger SK Schwarz-Weiß

Dana Reiznice Ozola 2017Dana Reiznieze-Ozola (Foto: Konrad Reiß, 2017)Der Landesschachverband Sachsen-Anhalt und die SG 1871 Löberitz sind sehr stolz, dass Dana Reizniece-Ozola durch die FIDE in die verantwortungsvolle Funktion einer Geschäftsführerin des Weltschachverbandes berufen wurde.

Seit 2002 ist Dana Reizniece-Ozola Mitglied der SG 1871 Löberitz und hat seitdem eine Vielzahl von Punktspielen für den Verein bestritten. Sie hat wesentlichen Anteil am Aufstieg der Löberitzer Frauenmannschaft in die 1. Frauenbundesliga im letzten Jahr. Ihr zu Ehren ist im Schachmuseum Löberitz eine eigene Ausstellungsvitrine gewidmet
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Andris Ozols ist sie sehr oft in Löberitz zu Gast.

In einer Pressemitteilung der FIDE vom 04.01.2021 heißt es unter anderem:

„Der Internationale Schachverband ist stolz darauf, die Ernennung von Dana Reizniece-Ozola zur Geschäftsführerin und stellvertretenden Vorstandsvorsitzende der FIDE bekannt zu geben. Sie wird für eine Vielzahl von lebenswichtigen Bereichen der FIDE-Arbeit verantwortlich sein, einschließlich administrativer und finanzieller Angelegenheiten sowie für die Arbeitsweise der meisten Kommissionen.

Die Hauptrichtungen, die Frau Reiznice-Ozola überwachen wird, umfassen Schach in der Bildung - ein Bereich, den sie als oberste Priorität ansieht. Sie wird auch für Themen der Entwicklung verantwortlich sein - ein Bereich, in dem Dana mit ihrer großen Erfahrung zur guten Arbeit beitragen kann, die die FIDE-Kommission für Planung und Entwicklung (PDC) bereits geleistet hat. Der dritte wichtige Arbeitsbereich wird sich auf den Aufbau von Beziehungen zu anderen internationalen Institutionen beziehen.

Dana Reizniece-Ozola ist nicht nur eine sehr starke Spielerin, die als Großmeisterin mehrere Titel gewonnen hat.  Sie ist auch eine renommierte Politikerin und Mitglied des Parlaments der Republik Lettland, einer Institution, der sie 2010 erstmals beigetreten ist. Sie war Wirtschaftsministerin (2014-2016), Finanzministerin (2016-2019) und auch Vorsitzende der Kommission für Bildung, Kultur und Wissenschaft. Zusätzlich war sie Mitglied in mehreren Kommissionen des lettischen Parlaments.
Sie hat die in der Politik gesammelten Erfahrungen stets zum Wohle des Schachs genutzt, war Vorstandsmitglied des Lettischen Schachverbandes und Vizepräsidentin der Europäischen Schachunion.

Weiterlesen: FIDE beruft Dana Reizniece-Ozola (SG 1871 Löberitz) zur Geschäftsführerin des Weltschachverbandes...

Weg nach LoeberitzDer Weg nach LöberitzIm Juni 2021 wird die Schachgemeinschaft 1871 Löberitz das 150. Vereinsjubiläum begehen. Wenn auch die Vereinsnamen mit den jeweiligen Gesellschaftssystemen wechselten, so wurde durchgehend in dem kleinen anhaltinischen Dorf organisiert Schach gespielt. Grund genug, einmal auf die Gründungszeit zu blicken.

Doch wie kam das Schach nach Löberitz?

Die 1860er Jahre neigten sich ihrem Ende zu, als der junge Theologiestudent Johann Melchior Kirsch von Halle aus, wo er studierte, nach Löberitz aufbrach. Dort hatte er eine Anstellung als Privatlehrer erhalten.

Vermutlich ist er mit der Eisenbahn bis Stumsdorf gefahren. Von dort ging es dann die 8 km über Zörbig zu Fuß weiter. Zur damaligen Zeit waren solche Fußmärsche für die Menschen eine Notwendigkeit und gehörten zum Alltag.

Vielleicht hat ihn auch einer der Rittergutsbesitzer oder ein Großbauer, der ihn als Privatlehrer angestellt hatte,  mit der Kutsche von der Bahnstation abgeholt. Und ob er ständig da war oder nur während der Wochenenden oder an studienfreien Tage nach Löberitz kam, all das wissen wir nicht. Mit Sicherheit finanzierte er durch diese lehrende Tätigkeit sein Studium.

Das besondere an der Geschichte ist, dass er ein Schachspiel im Gepäck hatte, mit dem er es verstand, die Bauern von Löberitz und Umgebung zu begeistern. Ganz besonders den Gasthofbesitzer Friedrich Franz Ohme. Eine Begeisterung, die sich heutzutage sicherlich in Grenzen hält, aber immer noch vorhanden und nicht nur auf Löberitz begrenzt ist.

Was wissen wir von dem „Schachmissionar“?

Weiterlesen: Wie das Schachspiel nach Löberitz kam

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