SGLoeberitz 1FBLMein Name ist Reiß, Konrad Reiß. Ich gehöre seit Jahren zum Kreis der Schlachtenbummler unserer beiden Frauenmannschaften. Auch in diesem Jahr war ich immer mit dabei. Deshalb lass ich es mir natürlich nicht nehmen, immer einen Bericht zu schreiben, für diejenigen, die nicht mit dabei sein können, aber großes Interesse an der Frauenbundesliga besitzen.

Eigentlich habe ich dieses Mal keine Zeit. Der Grund ist meine intensive Suche nach Fehlern in der abgelaufenen Saison, damit eine fließende Vorbereitung zum Wiederaufstieg möglich wird.

Doch wenn etwas Neues entstehen soll, so muss das Alte erst einmal aufgearbeitet werden. Deshalb nachfolgend mein Bericht über den Saisonausklang in der 1. Bundesliga der Frauen:

 

 

DVM2022 u16w 3von links nach rechts: Gedeon Hartge (Trainer), Kristin Dietz, Anastasia Voigt, Yara Stowicek, Charlotte DerlingDer USV Halle hat bei der kürzlich beendeten Deutschen Vereinsmeisterschaft im Schach in der Altersklassen U16 weiblich in Berlin den 1. Platz und damit den Titel Deutscher Meister erobert.

19 Teams aus ganz Deutschland stellten sich in 4 Tagen dem Wettbewerb. Die Dominanz der halleschen Mädchen war sehr eindrucksvoll. Alle sieben Mannschaftskämpfe konnten gewonnen werden, zweimal gelang sogar ein Ergebnis mit 4:0.  Mit deutlichen 4 Punkten Vorsprung verwies der USV Halle die Karlsruher Schachfreunde 1853 und die Schachgemeinschaft Porz auf die Plätze.

Erfolgreichste Spielerin im Team war Charlotte Derling, die alle ihre Partien gewinnen konnte. Aber auch Kristin Dietz, Anastasia Voigt und Yara Stowicek trugen mit ausgezeichneten Ergebnissen zum Gesamtsieg bei.
Großen Anteil hat auch Vereinstrainer Gedeon Hartge, der in der zurückliegenden Coronazeit vor allem durch internetgestütztes Online-Training die Voraussetzung für diesen Meisterschaftserfolg schaffen konnte.

Als Erster der Startrangliste lastete die Favoritenbürde von Anfang an auf dem Team. An allen 4 Brettern waren die USV-Spielerinnen mit einer jeweils besseren Wertzahl gegenüber ihren Gegnerinnen immer unter Erfolgsdruck. Es ist hoch anerkennenswert, wie sie diese Drucksituation meisterten. Lediglich 3 Individualpaarungen gingen verloren, 4 endeten Remis. Demgegenüber stehen 21 (!) Gewinnpartien.

Der USV Halle ist seit Jahren eine Schachhochburg im Mädchenschach und immer wieder erfolgreich. Der Titel ist das Ergebnis einer langjährig kontinuierlichen Nachwuchsarbeit im USV Halle, die auch junge Mädchen im Schach fördert.

Ergebnisübersicht

1FBL Loeberitz Baden BadenFür die Löberitzer Frauen stand nach dem gelungenen Bundesligaauftakt in Löberitz nun Baden-Baden im Terminkalender. Der Ort ist eine mondäne Kur- und Bäderstadt und von der Kurarchitektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts geprägt.

Gegner waren die beiden Top-Vereine Schachfreunde Deizisau und OSG Baden-Baden. Da war beim „Abenteuer Bundesliga“ für die Schachgemeinschaft 1871 Löberitz kaum was zu holen. Dennoch konnten beide Male die Höchststrafen vermieden werden. Gegen Baden-Baden sprangen sogar drei Punkteteilungen heraus. Beteiligt an diesen Achtungserfolgen waren hier FIDE-Geschäftsführerin WGM Dana Reizniece-Ozola gegen Deutschlands Nr. 1 Elisabeth Pähtz und WGM Laura Rogule gegen die EX-Weltmeistern  GM Antoaneta Stefanova.  So wurde das Wochenende in Baden-Baden trotz der beiden Niederlagen für alle Spielerinnen zum bleibenden Erlebnis.

Mehr im Bericht von Konrad Reiß.

Loeberitz 1FBLDas Sonntags-TeamNach nun mehr als zwei Jahren Zwangspause ging es für die Löberitzer Frauen endlich los. Auf heimischen Brettern gelang ein Auftaktsieg gegen Lehrte. Da war dann auch die darauf folgende Niederlage gegen Hemer zu verschmerzen.
An beiden Tagen stand Dana-Reizniece-Ozola, die Generalsekretärin des Weltschachbundes, im Interesse der Medien. Sie berichtete unter anderen über die Stellung der FIDE zum von Putin angezettelten Krieg gegen die Ukraine.
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Saisonauftakt im AufstiegsjahrDas Frauenteam der SG 1871 Löberitz beim Saisonauftakt der 2. Bundesliga 2019 in Löberitz v.l.n.r. Mannschaftsführerin Rebekka Schuster mit Tochter Isabel, Viktoria Reiß, Clara Schuster, Josephine Kötteritzsch, Nadine Naumann, WFM Elina Otikova und WGM Ilze Berzina. Am Ende wurde der Aufstieg geschafft.Als am 16. Februar 2020 die Löberitzer Frauen in Merseburg den SV Grün-Weiß Niederwiesa mit 4:2 bezwangen und damit der Aufstieg in die 1. Frauenbundesliga erkämpft hatten, ahnte niemand, dass es zwei lange Jahre dauern würde, ehe es in der 1. Bundesliga weiter gehen konnte. Corona wirbelte den Terminkalender gründlich durcheinander. Auch nach dem verspäteten Beginn der Bundesligasaison ging es  für vier Mannschaften immer noch nicht los. Während an allen anderen Standorten am 27.  und 28. November 2021 gespielt werden konnte, wurden die Spiele in Leipzig abgesagt. Sachsen hatte zu dieser Zeit alle größeren Sportveranstaltungen untersagt.

Der Februar-Termin für die Runde 3 und 4 wurde dann wieder deutschlandweit auf den Mai verschoben.

Weiterlesen: Schach-Bundesligaauftakt der Frauen in Löberitz

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