MuseumslogoWenn man schon in Zeiten der Corona-Pandemie wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen zu Haus verbringen muss, kann man auch dort etwas Nützliches tun.

Das sagten sich Konrad Reiß (Leiter des Schachmuseums Löberitz) und Gert Kleint (Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Landesschachverband Sachsen-Anhalt) und entwarfen gemeinsam ein Konzept zur multimedialen Darstellung des Schachmuseums Löberitz im Internet.
Das Schachmuseum existiert seit 2007 und wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 800. Jahrestag der Ersterwähnung des Ortes Löberitz eröffnet.

Während Konrad Reiß die inhaltlichen Elemente in Form von Texten, Fotos und weiteren Unterlagen bereitstellte, war Gert Kleint für die technische Umsetzung verantwortlich. In enger Zusammenarbeit wurde das Layout der Webanwendung entwickelt und die inhaltliche Gestaltung vorgenommen.

So öffnet sich nunmehr das Schachmuseum unter https://www.schachmuseum-loeberitz.de virtuell allen Besuchern weltweit.

Die Webanwendung soll über die Geschichte der Schachgemeinschaft 1871 Löberitz als ältesten Schachverein von Sachsen-Anhalt in Verbindung mit ausgestellten Exponaten informieren.
Bezug genommen wird auch auf die Schachgeschichte in Mitteldeutschland und allerlei Hintergrundinformationen zum Thema Schach. Ein wichtiges Motiv für die Entwicklung der neuen Webseiten ist u. a. das bevorstehende 150. Vereinsjubiläum der SG 1871 Löberitz im kommenden Jahr 2021.

Nunmehr kann jeder Interessierte das Schachmuseum auch virtuell besuchen.

Objekt- und bautechnisch bedingt eignen sich die vorhandenen Räumlichkeiten nur sehr schwer für einen behindertengerechten Zugang. Notwendige Investitionen wären sehr erheblich und es fehlt das Geld. Gerade viele ältere und körperlich behinderte Menschen, die die nötige Zeit für die ausführliche Besichtigung eines Museums hätten, können per Internet bequem sitzend und in aller Ruhe die Seiten studieren und sich einen Überblick zu den Exponaten verschaffen.

Die Exponate des Schachmuseums sind verteilt über mehrere durch Treppen erreichbare Ebenen. Der Burgkeller entstammt einer alten Ritterburg. Auch über diese geschichtsträchtige Historie kann man sich im Museum informieren.

Eine besondere Aufmerksamkeit widmet das Museum dem ersten in deutscher Sprache gedruckten Schachbuch „Das Schach- oder König-Spiel“ vom Herzog August ll. von Braunschweig – Lüneburg, besser bekannt unter dem Pseudonym ‚Gustavus Selenus‘.

Viele Spitzenspieler haben in den letzten Jahren das Museum besucht und mit der Bereitstellung von Schachutensilien den Museumsbestand bereichert. Hervorzuheben sind hier besonders GM Dr. Robert Hübner und die Weltmeisterkandidaten GM Viktor Kortschnoi und GM Jan Timman.
Besonders GM Dr. Robert Hübner und der lettischen Nationalspielerin und Politikerin WGM Dana Reizniece-Ozola sind eigene Ausstellungsvitrinen gewidmet.

Also seien Sie zu einem virtuellen Rundgang durch das Museum und die dort vergegenwärtigte mitteldeutsche Schachgeschichte herzlich eingeladen. 

Die Startseite ist so aufgebaut, dass man die sechs unterschiedlichen Räume betreten und zwischen denen wechseln kann. Das sind der „Schachclub“ mit seinem Treppenaufgang, der „Kleine Schachclub“, die „Treppengalerie“ zum Schachmuseum, das „Schachmuseum“, das „Foyer zum Burgkeller“ und dann der „Burgkeller“ selbst. Alle Räumlichkeiten sind mehr oder weniger in das Gesamtkonzept des Schachmuseums Löberitz eingebunden. Per Mausklicks eröffnen sich in jedem dieser Räume weitere Unterpunkte mit Informationen.

Ein Übersichtsplan des Gebäudes erleichtert zusätzlich die Navigation. Durch eine Funktion, die die Volltextsuche ermöglicht, können sehr gezielt Informationen abgerufen werden.

Historische Fakten können über die Navigationspunkte ‚Löberitzer Schachgeschichte‘ oder ‚Geschichte des Museums‘ vermittelt werden.

Ca. 100 verschiedene Artikel mit mehr als 400 Bildern vermitteln einen umfassenden Eindruck vom Schachmuseum Löberitz. Wem die Zeit zu lang ist, sich umfassend in die ausführlichen Texte einzulesen, kann auch in Form einer musikuntermalten Diashow einen rein visuellen Eindruck von einem Teil der Exponate erhalten.

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