Die Deutsche Ländermeisterschaft fand vom 8.10. bis 12.10.2026 im beschaulichen Duderstadt (Nähe Göttingen) statt. Bedauerlicherweise überschnitt sich der Termin mit der ersten Doppelrunde der überregionalen Ligen was einige Teams (auch uns) schwächte. Damit war die Meisterschaft nicht so stark besetzt wie in den vorherigen Jahren. Dennoch war das Event sehr gut organisiert, der Spielsaal und die Verpflegung hervorragend und genügend Möglichkeiten zum sportlichen Ausgleich vorhanden.
Wir gingen als 5. der Setzliste an den Start und hofften in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können.
Aufstellung
- Alfred Nemitz (USC Magdeburg; Runde 1-3)
- Arne Herter (AEM; Runde 4-6)
- Sebastian Haubold (AEM)
- Jakob Nönnig (AEM)
- Igor Shevchenko (AEM)
- Anastasia Voigt (Saalespringer Halle)
- Laura Marie Rössling (AEM),
- Jonas Schulze (Schachzwerge Magdeburg),
- Greta Müller (Hettstedt)
- Alona Dobrynina (USC Magdeburg)
Als Favorit galt einmal mehr die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen, die dieser Rolle, wenn auch nicht ganz souverän, gerecht worden.
Der Start gelang mit einem 7:1 Kantersieg gegen die Nordlichter aus Schleswig-Holstein auf ganzer Linie. In der 2. Runde saßen wir aber auf der „Empfängerseite“ eines Debakels und mussten uns 1,5:6,5 gegen die starke Mannschaft aus Baden geschlagen geben. Runde 3 geriet zur Zitterpartie gegen Württemberg, es ging hin und her und man konnte nie vorhersagen, wie das Match ausgehen würde. Die Mannschaft behielt die Nerven und fuhr einen wichtigen 4,5:3,5 Sieg ein. Nach dem spielfreien Nachmittag gingen wir, bestens erholt und vorbereitet, in den Vergleich mit Niedersachsen und siegten sicher mit 5,5:2,5. Das darauffolgende Derby gegen Sachsen war extrem spannend. Zwar führten wir mit 4:1, an den restlichen drei Brettern war aber die Lage keineswegs klar. Sachsen kam auf 4:3 heran, Igor behielt aber in einer Seeschlange die Kontrolle und stellte den 5:3 Sieg klar. Somit standen wir auf Platz 3 der Tabelle und mussten gegen NRW ran. Wir hielten das Match lange offen, mussten uns aber schlussendlich mit 3:5 geschlagen geben. In der letzten Runde ging es gegen Hessen.
Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg und eine Medaille ist sicher. Aber an diesem Tag lief wenig bis nichts zusammen und wir mussten eine klare 2:6 Niederlage einstecken. Dadurch rutschten wir auf Platz 6 im Endklassement ab, dürfen aber dennoch zufrieden mit dem Auftritt unserer jungen Mannschaft sein, Sebastian sicherte sich zudem den Brettpreis für das 3. Brett. Potenzial ist reichlich vorhanden und nächstes Jahr kann der Sprung auf das Podest definitiv gelingen. Aber bis dahin ist noch viel Arbeit zu leisten.
