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Mädchenmannschaftsmeisterschaft U12 und U16

LJMM U12 20 2026 12Eine Harmonie aus Mädchenschach und U8: Am vergangenen Wochenende konnten sensationelle 13 Mädchenmannschaften und 18 U8-Kinder ihr schachliches Know-how präsentieren. Bei der U8 Landesmeisterschaft bedeutete diese Zahl, dass zwei Drittel aller U8-Kinder im Land antraten. Zum ersten Mal in meiner fünfjährigen Amtszeit war zudem eine U20-Mannschaft dabei, das ist eine sehr positive Entwicklung. Beide Altersklassen konnten voneinander lernen. Die U8 zeigte, wie leise man einen Schachsaal betreten kann, und die größeren Mädchen teilten ihr schachliches Wissen. Zusätzliche (jugendliche) Power wurde durch 3 Nachwuchs-Schiedsrichter aus dem Jugendteam ins Spiel gebracht sowie durch Sindy als Schiedsrichterin.

Bei der Mädchenmannschaftsmeisterschaft war die Erkenntnis am Wochenende, dass jedes Team spannende und zum Teil sehr lange Partien aufs Brett bringen konnte. Alle konnten sich Brettpunkte sichern. In der U12w war es lange nicht absehbar, wer sich am Ende eine Medaille holen würde und wer ‚nur‘ die hinteren Plätze. Mitunter sah man auch mal die ein oder andere dicke Überraschung, wie in der Partie zwischen Staßfurt und dem Roten Turm Halle in der U12w oder den Duellen der Tangerhütter Teams in der U16w gegen den Roten Turm bzw. der U12w gegen den USC Magdeburg.LJMM U12 20 2026 11

Und was auffällt, als Erkenntnis Nummer 4 gewissermaßen: Auch Gastspielerinnen werden immer öfter schon auf Landesebene eingebunden, und in diesem Jahr schafften alle sechs Mädchen tatsächlich mindestens 50 % der Punkte oder sogar mehr. Zwei Mädchen, Sofiia Abahamou, von den Saalespringern Halle (für Bad Dürrenberg im Einsatz) und Emma Hermine Knauf vom SV Oebisfelde (für Tangerhütte I spielend), schafften sogar sagenhafte 100 Prozent (5 aus 5).

Grundsätzlich ist die Einbindung von vereinzelten Mädchen eine sehr positive Entwicklung, um allen Mädchen im Land die Teilnahme zu ermöglichen, aber hier müssen nach den Meinungsverschiedenheiten im Land für die Zukunft die Landesregeln an die der Deutschen Schachjugend angeglichen werden. Sollte die NDVM U12w + U16w 2026 in Arendsee (18. bis 21. bzw. 22. September) offen ausgespielt werden, würde ich mich über möglichst viele Teilnehmer aus unserem Bundesland freuen. Das Niveau der Spiele vom Wochenende war einer Norddeutschen Meisterschaft würdig.

Mein Fazit ist: Die U8 und die Mädchen harmonieren nicht nur schachlich wunderbar. Es gibt sehr wenige Überschneidungen und die Trainerinnen und Trainer werden entlastet. Wenn alteingesessene und junge Funktionäre ihre Erfahrungen teilen, macht es die Organisation einfacher und reibungsloser. Auch die zahlreichen vereinsinternen Helferinnen und Helfer betrieben einen auswahlreichen Kiosk und sorgten für einen einfachen Auf- und Abbau.

Alleine hätte ich das nicht geschafft und lerne daraus, wie eine Meisterschaft laufen kann. Ich hoffe in den nächsten Jahren auf eine ebenso gute Zusammenarbeit zwischen der LSJ und den Vereinen (und das sage ich nicht nur, weil ich Mitglied bei Tangerhütte bin). Ich freue mich auf die nächste Meisterschaft in Staßfurt.

Zuletzt freue ich mich über das hohe Interesse der Presse. Man kann mit schachspielenden Mädchen und U8-Kindern hohe Aufmerksamkeit erregen.LJMM U12 20 2026 7

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Abschließend danke ich allen Helfern und Schiedsrichtern vom Wochenende: Mirko, Martina und Gavin für die Organisation, sowie Sindy Stephan für die tollen Fotos.