Wie im Vorjahr fand die Landeseinzelmeisterschaft Sachsen-Anhalt des Jahres 2026 wieder im Hegel-Gymnasium in Magdeburg statt. Vom 31.01. - 03.02.2026 wurde im Masters-Turnier um den Titel des Landesmeisters Sachsen-Anhalt gekämpft. 16 Spieler rangen um den Titel, darunter mit Anastasia Voigt (SV Saalespringer Halle) bedauerlicherweise nur eine Frau.
Der 64-jährige Senior Frank Dannhauer (SV Einheit Halberstadt) war erst zum Schluss für das Masters nominiert worden und stand vor der Herausforderung, sich gegen die jungen „Wilden“ zu behaupten.
Zusätzlich fand ein Open-Turnier statt, das nicht nur auf Spieler aus Sachsen-Anhalt beschränkt war. Erfreulicherweise hatten sich 104 Teilnehmer angemeldet. Es spiegelt wider, dass Schach großartiger Breitensport ist. Die Altersbandbreite reichte von 8 bis 80.
Frank Dannhauer, Landesmeister 2026 Vinzent Spitzl, Daniel MalekVinzent Spitzl (SG Aufbau Elbe Magdeburg) konnte nach seinem Vorjahressieg erneut den Titel eines Landesmeisters von Sachsen-Anhalt des Jahres 2026 erobern. Daniel Malek (SG Aufbau Elbe Magdeburg) erkämpfte den 2. Platz. Frank Dannhauer begleitete das Glücksgefühl, dass er als Senior mit den besten Nachwuchsspielern unseres Bundeslandes noch stand halten kann.
Landesmeisterin 2026 Anastasia VoigtAnastasia Voigt (SV Saalespringer Halle) als alleinige Frau im Master-Turnier stand schon als Landesmeisterin von Sachsen-Anhalt des Jahres 2026 fest. Hervorzuheben ist dennoch, wie sie sich der 15 männlichen Mitkonkurrenten erwehrte und letztendlich auf dem 5. Platz landete.
Die Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt ist eine Pflichtaufgabe für unsere Kaderspieler, bei der sie unter Betreuung und Anleitung von Landestrainerin Tatjana Melamed und Leistungsschachreferent Christian Böhm ihr ganzes Können zeigen sollen. Freundschafts-Remis sind verboten und der Turnierzeitplan ist sehr anspruchsvoll. Dies spiegelt sich dann auch in den Wettkämpfen wider.
Ein kleines Novum gab es in der Partie Sebastian Haubold gegen Igor Shevchenko. Die Schiedsrichter mussten einschreiten, weil eine gleiche Stellung fünfmal (!) auf dem Brett entstanden war. Selbst gefangen im harten Fight hatten die Spieler eine dreimalige Stellungswiederholung nicht reklamiert.
Die Leistungssportkonzeption der Landesschachjugend regelt die Arbeit mit den Kaderspielern. Im Mittelpunkt der Förderung stehen das Präsenz – und Online-Training mit Tatjana Melamed und die Teilnahme an anspruchsvollen Schachturnieren. Ca. 10 Turniere werden dafür deutschlandweit ausgewählt. Selbstverständlich gehören Turniere aus unserem Bundesland auch dazu. Die erzielten Ergebnisse bei starken Schachturnieren sind Gradmesser für die Entwicklung unserer Schachtalente.
Im Master gehören 4 Kader-Spieler schon mit zu den besten Spielern unseres Bundeslandes. Im Open-Turnier spielten 11 Kaderspieler, die das Potential haben, auch bald mit zur Leistungsspitze zu gehören. Hoffnung machte z. B. der 10-jährige Lyonel Jensch (SV Saalespringer Halle). Er hatte nach 5 Runden schon 3 Punkte auf seinem Konto und nur 1 Punkt Rückstand zum Spitzenreiter. Gleiches traf auch auf die 16-jährige Svenja Hoffmann (Schachzwerge Magdeburg) zu.
Housam Haj-Ahmad, Direk Oguzhan, Roman KornienkoIm Open wurde Direk Oguzhan (Hagener SV) mit 6,5 Punkten aus 7 Partien unangefochten Erster. Er war mit mehreren Mannschaftskameraden aus dem 283 km entfernten Hagen am Teutoburger Wald (Niedersachsen) angereist. Leider musste sein Vereinskamerad Karsten Bertram, der nach 4 Runden klar führte (4 aus 4) krankheitsbedingt das Turnier aufgeben.
Beeindruckend war der Endspurt von Roman Kornienko (SV Roter Turm), der nach zwei Auftakt-Remis fünfmal hintereinander gewann und damit verdient den zweiten Platz eroberte. Punkt- und wertungsgleich landeten Housam Haj-Ahmad (SK Roland 1919 Weißenfels) und Konstantin Spieß (1. SC Anhalt) auf dem 3. - 4. Platz.
Im Organisationsteam waren mit IA Roland Katz, FA Gert Kleint und NA Nico Marcus erfahrene Schiedsrichter tätig. Sie sorgten für eine entspannte Atmosphäre bzw. einen reibungslosen Verlauf. Alle 8 Bretter im Masters und 12 Bretter im Open wurden live übertragen.












