Sieger: SK Dessau 93 v.l.n.r.: Volodymyr Ozeran, FM Harald Matthey, Iziaslav Leibovitch, Dirk MirschinkaAm Samstag, den 29.08.2026, schon kurz vor Beginn der neuen Spielsaison, fanden die Landespokalwettkämpfe der Saison 2025/26 in Dessau statt. Am Vormittag werden die Paarungen für die 2 Halbfinal-Spiele ausgelost, am Nachmittag bestreiten die Sieger das Finale und die Verlierer kämpfen im kleinen Finale um den dritten Platz. Der 1. SC Anhalt stellte dafür als gastgebende Mannschaft in der Fachhochschule Anhalt die Räumlichkeiten und das Spielmaterial zur Verfügung. Die anderen 3 für das Halbfinale qualifizierten Mannschaften kamen aus dem hohen Norden Sachsen-Anhalts - der Stendaler SK, aus dem tiefen Süden – SV Motor Zeitz und aus dem zweiten in Dessau beheimateten Schachverein – SK Dessau 93.
Die Auslosung ergab folgende Paarungen, so dass die Spiele pünktlich um 10 Uhr beginnen konnten:
- Halbfinals:
SK Dessau 93 vs. SV Motor Zeitz
Stendaler SK vs. 1. SC Anhalt
Der SK Dessau 93 konnte 2½ seiner Partien für sich entscheiden – 2 Gewinne und 1 Remis - und gewann damit dieses Duell 2,5 zu 1,5.
Die einzelnen Partie-Ergebnisse sind zu finden unter Ergebnisseite / Pokal
Beim Stendaler SK lief es in diesem Halbfinale ebenso gut mit 2 Siegen und 1 Unentschieden und deswegen dem gleichen Endergebnis, wie in der Parallelpaarung.
Um 13:40 Uhr waren alle 8 Halbfinalpartien beendet. Die Starts vom Finalkampf und dem Spiel um den dritten Platz wurden auf 15 Uhr fesrgesetzt.
- Finale
SK Dessau 93 vs. Stendaler SK - Kleines Finale (Spiel um Platz 3)
1. SC Anhalt vs. SV Motor Zeitz
Als Erster konnte FM Harald Matthey an Brett 2 von SK Dessau 93 seine Partie gewinnbringend entscheiden. Haralds Gegner Karsten Hansch hatte wirklich keinen guten Tag erwischt. Aber am Ende konnte Vater Torsten Hansch die Ehre der Familie retten und 2 Gewinnpartien verbuchen.
Erst nach fast 2 weiteren Stunden (ca. 17:30 Uhr) gab es 2 weitere Entscheidungen, diesmal aus der Paarung „Kleines Finale“. Es gewannen dort Michael Oswald (mit Schwarz an Brett 4) und Friedrich Lautenschläger (mit Weiß an Brett 3). Kurz darauf gewann zwar Max Jahr in einer sehenswerten Partie mit Materialungleichgewicht (Dame vs. Turm plus Läufer) mit den schwarzen Steinen an Brett 2 für SV Motor Zeitz, aber am Ende konnte Niclas Rohde (mit Schwarz an Brett 1) sein Turmendspiel mit Mehrbauer gegen Daniel Ahmed für sich entscheiden. Damit gewann der 1. SC Anhalt gegen SV Motor Zeitz mit 3 zu 1 Brettpunkten und holte sich den Pokal für den Drittplatzierten.
Nun liefen noch 3 Partien – die im Final-Wettkampf um den Titel des Pokalsiegers. An Brett 1 von SK Dessau 93 opferte Dirk Mirschinka in einer eigentlich geschlossenen Mittelspielstellung für die Öffnung einer Linie einen Springer. So konnten seine Türme in die gegnerische Stellung eindringen. Bei korrekter Spielweise beiderseits sollte das zwar möglich und korrekt sein, aber doch nur zum Ausgleich führen (nachträgliche Engine-Analyse). Sein Gegner griff jedoch fehl und Dirk konnte ein Matt in 4 umsetzen. Weil der SK Dessau 93 nun an den Brettern 1 und 2 schon mit 2:0 führte, war der Wettkampf bereits entschieden. Dessauer SK 93 gewinnt den Landes-Pokals! Am Abend konnten zwar die Stendaler an den Brettern 3 und 4 noch ihre Endspiele gewinnen, so dass der Wettkampf 2:2 ausging. Die Berliner Feinwertung fiel klar mit 7:3 für die Dessauer Mannschaft aus. Dr. Boris Kargoll, Torsten Hansch und Dirk Mirschinka gewannen jeweils ihre 2 Partien an diesem Tag.
Gegen 19:30 Uhr erfolgte Siegerehrung und Pokale mit Urkunden wurden übereicht.
Platz 2: Stendaler SK v.l.n.r.: Dr. Boris Kargoll, Torsten Hansch, Karsten Hansch (Felix Ehrecke nicht mit auf dem Foto)
Platz 3: 1. SC Anhalt v.l.n.r.: Niclas Rohde, Michael Oswald, Friedrich Lautenschläger, Christopher Schröter
Herzlichen Glückwunsch an den Landespokalsieger SK Dessau 93 und die 2 weiteren Mannschaften (Stendaler SK und 1. SC Anhalt) auf dem Siegertreppchen! Wir wünschen den beiden qualifizierten Vereinen für den Deutschen Mannschafts-Pokal (Austragung in 2027) viel Erfolg. Die schiedsrichterliche Leitung des Wettkampfes hatte freundlicher Weise Martin Michalek von Nico Markus, welcher verhindert war, übernommen.
